Ines Hiller erzählt in einem Reisetagebuch ihre ganz persönlichen Erlebnisse bei einer Reise nach Florida, Arizona und New York in der Zeit vom 22. März bis 23. April 2004. Sie trifft freundliche, hilfsbereite und manchmal auch seltsame Menschen. Wie Walther mit dem dicken Cabrio, bei dem sie eine Weile wohnt. Er checkt nicht, dass sie nur eine entfernte Verwandte und nicht „sein Mäuschen“ oder „seine Rose“ ist, die man „übers Knie legt“, wenn sie nicht pariert. Glücklicherweise bleibt es bei der „lustigen“ Drohung.

Sie mietet ein Auto und feiert ihre Freiheit laut singend bei der Fahrt über den Sunshine Skyway, der über die blau-grün schimmernde Tampa Bay führt.

Sie besucht gut organisierte und gepflegte Museumsanlagen mit vor allem europäischer Kunst, bewundert im gut ausgestatten Dali Museum in St. Persburg „Galacidalacidesoxyribunucleicaci,“ verliebt sich in die berühmte Mohnblume der amerikanischen Malerin Georgia 0`Keeffe und badet entspannt im Golf von Mexiko. Dann fliegt sie von Tampa über Charlotte nach Phoenix , der Hauptstadt von Arizona. Dort wird sie von Cousin und Cousine herzlich empfangen. In den ersten Tagen schwebt der gemeinsame Großvater, ein bekannter deutscher Bildungspolitiker in Rumänien nach dem 1. Weltkrieg, über der vorsichtigen Annäherung der Familie. Dann lernt sie Kollegen und Kolleginnen der Cousine, einer in der Region bekannten bildenden Künstlerin kennen, macht eine Reise über Tucson an die mexikanische Grenze und nach Sedona durch das Land der New Age- Bewegung. Das Haus, das Max Ernst dort zusammen mit der Malerin Dorothea Tanning in den 40er Jahren bewohnte, sucht sie vergebens. Der Einfluss mexikanischer, indianischer und der europäischen und Western-Kultur auf die Lebens- und Kulturlandschaft in Arizona ist für sie enorm beindruckend.

Der Abschluss und in gewisser Weise Höhepunkt ihrer Reise ist New York. Eine Stadt, die sie umhaut und die sie nicht vergessen wird.

Die vielen Fotographien von Land und Menschen, die Kopien von Rezepten, Karten und Erinnerungen an die Geschichte der Familie zeigen das Typische und Besondere der Reise.

Ein Buch für Liebhaber eines Amerika der Zwischentöne.

Fotos:

Ines Hiller, Katalin Ehling

 

Bücher

Bewertungen

Voller eindrucks-voller Bilder und mit einer einfühlsamen Sprache beschreibt die Autorin eine Welt… - Gabriele von Thun
Eine interessante und gut erzählte Geschichte über Liebe und fremde Lebenswelten in Anatolien…   - Kathrin
Ein Buch, dass man nicht weglegt, sondern in einem Zuge durchliest. Eine Reise nach Gaziantep … - Irawadi42
Marie erzählt flott, spannend und in einer modernen Alltagssprache. Am Ende wünscht man sich… - Sulab
Wer kennt schon Gaziantep? Wer weiß, wo es liegt und was ihn dort erwartet… - Gabriele70